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"Jeder Staat hat seine Ratten, die echten und die vermeintlichen. Treibt man sie zu sehr in die Enge, beißen sie zurück. Diese Erkenntnis ist alt. Das heißt aber ganz offensichtlich nicht, dass sie sich auch durchgesetzt hat."

Dieser bitterböse Leitsatz zieht sich gewissermaßen als roter Faden durch das "Netzwerk". Entspricht das bereits der Selbsteinschätzung des Autors - Pädophile als "Ratten"? Wohl kaum. Viel mehr drückt er damit aus, was die Mehrheit der Gesellschaft über "Pädos" ohnehin denkt. Seit Jahren stehen sich Menschen mit dieser sexuellen Präferenz einer unglaublichen und weltweiten Hetzjagd ausgeliefert.

Engelmann entwickelt in seinem Roman eine düstere Fiktion. Was könnte geschehen, wenn die "Pädos" eines Tages tatsächlich "zurückbeißen"? Zum Beispiel in Form eines sogenannten Netzwerkes? Zunächst gestaltet sich alles relativ harmlos. Aber dann eskaliert die Situation und droht auch für die Führer des Netzwerkes außer Kontrolle zu raten.

In diesem Roman kommen allerdings auch die Gefühle nicht zu kurz. Hier werden zwei Handlungsstränge miteinander verwoben: Auf der einen Seite verbitterte Grabenkämpfe zwischen den Pädophilen, Selbstmorde, Virenangriffe auf Computernetze und inszenierte Rufmordkampagnen hüben wie drüben; auf der anderen Seite aber die Liebesgeschichte zwischen dem Protagonisten Marcus Bollhagen und seinem elfjährigen Ivo, die über weite Strecken autobiographische Züge aufweist. Diese Beziehung erfährt im Nachkriegs-Sarajewo schließlich eine schicksalhafte Wendung ...
Buchautor: Nils Engelmann
Verlag: Jahn & Ernst Verlag
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